Die Symbolik des Tarots

Transartimes by Wasserfrau

Die kleinen Arkana bestehen aus 56 Zahlkarten, die in vier Elemente unterteilt sind, nämlich Erde (Münzen oder Pentakel), Luft (Schwerter), Wasser (Kelche) und Feuer (Stäbe). Anhand dieser Aufteilung wird deutlich, dass der Tarot mit den bekannten Spielkarten verwandt ist bzw. dass diese beiden Kartenspiele den gleichen Ursprung haben:

 

Stäbe symbolisieren die Intuition, Impulsivität und Willenskraft. Die Stäbe stehen für die Selbstentfaltung.

 

Schwerter repräsentieren den Verstand, der Geist und das Abstrakte. Schwerter symbolisieren die Erkenntnis.

 

Kelche zeigen die Gefühle, die Phantasie und die Instinkte. Kelche repräsentieren die Erfüllung.

 

Münzen stehen für alles Machbare, Konkrete und Praktische. Münzen stehen für die Sicherheit.

 

 

Symbol im Tarot

 

franz.Spielkarten

 

Deutsche Spielkarten

 

Stab

  Kreuz

Eichel

  Schwert

  Pik

Blatt

Kelch

Herz

Herz

Münze

Karo

Schelle

 

Eine gedankliche Unterscheidung kommt bei den vier Elementen innerhalb des Tarots wiederholt zum Ausdruck. Fast in allen Kartendecks sehen wir beim Magier alle vier Elemente auf dem Tisch ausgebreitet. Kelch, Schwert, Stab und Münze symbolisieren also die Eigenschaften und Funktionen der vier Grundelemente Wasser, Feuer, Erde und Luft. Zusammen bilden die Elemente ein komplexes Ganzes. Die vier Elemente begegnen uns noch beim Schicksalsrad im Deck von Arthur Waite. Hier treten sie in Form von fixen Zeichen aus dem Tierkreis auf: Löwe (Feuer), Stier (Erde), Adler (Phönix, Skorpion = Wasser) und Mensch (Wassermann = Luft).

Neben den klassischen vier Elementen sind im Tarot - insbesondere im Deck von Arthur Waite -  aber auch noch weitere aussagekräftige Symbole vorhanden:

Wasser: Die Wassersymbolik ist sehr oft in den Karten zu finden. In fester, gefrorener Form finden wir es beim Narren auf den schneebedeckten Bergen und beim Eremiten. Wasserfälle sind auf der Karte Tod, bei der Herrscherin und (etwas in Form eines Baches) beim Herrscher zu sehen. Der Engel auf der Karte Mäßigkeit steht mit einem Fuß im Teich, ähnlich ist beim Stern, wo eine unbekleidete Frau Wasser aus zwei Krügen gießt. Die unendliche Weite des Meeres finden wir auf mehreren Karten, bei der Karte Gericht treiben die offenen Särge auf dem Wasser. Beim Mond ist  Wasser in Form eines Tümpels zu finden. Wie bereits erwähnt, symbolisiert Wasser die Gefühlswelt, aber auch das Leben. Im fließenden Zustand bedeutet Wasser der Strom des Lebens (Herrscherin), aber auch den Inkarnationskreislauf (Tod). Die großen Meere auf mehreren Karten repräsentieren die kollektiven unbewussten Strömungen (Hohepriesterin). 

Tiere und Fabelwesen: Auf der Karte XI Kraft sehen wir einen Löwen, der von einer Frau oder einem Mann - je nach Kartendeck - gebändigt wird. Der Löwe wurde schon immer als der König der Tiere bezeichnet und steht für Macht und Kraft und weist Verbindungen zur Sonne, die für Vitalität und Lebenskraft steht, auf. Ebenso spielt die Schlange in vielen Kulturen als Symboltier eine wichtige Rolle, wobei ihr sowohl negative als auch positive Eigenschaften zugeschrieben werden; das Schlangengift kann töten, aber als auch Heilmittel eingesetzt werden. Die periodischen Häutungen der Schlange machen sie zu einem Symbol für Transformation und Wiedergeburt. Sie bewegt sich leise und kriechend ohne Beine auf der Erde fort und wird deshalb oft als Hüterin der Unterwelt aufgefasst. Eine Schlange ist beim Magier aus dem Deck von Waite zu sehen (er ist mit einer Schlange umgürtet) sowie bei den Liebenden und beim Schicksalsrad. Sowohl beim Schicksalsrad (X)  als auch bei der Welt (XXI) sind in manchen Decks Phönix, Stier, Löwe und ein Engel zu sehen; es handelt sich hier um eine Abbildung des fixen Kreuzes aus der Astrologie, wobei der Phönix als eine Entsprechung für den Skorpion steht und der Engel die humanitäre Seite - den Wassermann - repräsentiert. Beim Rad des Schicksals aus dem Rider/Waite-Deck ist oberhalb des Rades ein rotes Zwitterwesen zu sehen. Es handelt sich hier um den ägyptischen Gott Anubis. Anubis ist der Gott, der die Toten auf ihrem Weg vor den bösen Mächten schützen soll. Ebenso ist auf der Karte Schicksalsrad eine Sphinx zu sehen. Sie fungiert offensichtlich als Hüterin des Rades und sorgt für die Balance. Die Sphinx vereinigt alle vier Elemente und symbolisiert so eine Synthese der Kräfte. Zwei Sphinxen sind auch beim Wagen zu finden, der von ihnen gezogen wird. Die Polarität und das Gleichgewicht wird durch weiße und eine schwarze Sphinx ausgedrückt.

Pflanzen und Blumen: Unter den Blumen, die im Tarot zahlreich auftauchen, finden wir oft die Rose. Die Schönheit ihrer Blüten und der Schmerz, der durch die Dornen verursacht wird, machen sie zu einem universalen Symbol für das Leben. Früchte stellen den Wachstum und Üppigkeit sowie Wohlstand dar.

    Hier geht es weiter zu...

  Persönliche Tarotkarten-Sammlung

  Home